13. November 2011  |  axel  |  0

Wir sind es wieder – die Tagebuchschreiber! Mit unglaublich vielen Fotos diesmal, denn – wie gesagt – jetzt liegen wir im Endspurt. Und das dank des sagenhaften, wunderschönen, milden und trockenen Wetters seit über 7 Wochen. Das hätte auch ganz anders ausgehen können, mit einem halben Meter Schnee und keiner Chance auf Außenarbeiten … (wenn Engel bauen …??).

Die Fassadenarbeiten an den Gebäuden sind nun fast alle fertiggestellt, beinah alle Fenster drin, die Dächer dicht, die Heizungen wieder an. Wichtige Schritte, damit der Innenausbau gut voranschreiten kann. Nur in der Orangerie und in der Baumallee sowie im neuen Saunaanbau fehlen noch die Türen – hier warten wir sehnsüchtig, kommende Woche sollen sie kommen.

Letzte Woche wurden die letzten Estricharbeiten fertiggestellt, nun sind in der neuen Alten Tann und Baumallee schon die Maler und Bodenleger unterwegs. Besonders beeindruckend war der Einbau der Lüftung in der Küche – unglaublich, was da alles unter der Decke steckt! Überhaupt ist es sehr eindrucksvoll zu erleben, wie komplex, vielschichtig, voneinander abhängig so ein Bauvorhaben ist. Tausende aufeinander aufbauende Schritte – und immer muss A vor B kommen, sonst gibt es Probleme. Hut ab vor allen Planern und Ausführern!!

Dank des wunderschönen Wetters konnten auch die arg ramponierten Wege, Pflasterbereiche und Grünflächen zum großen Teil wiederhergestellt werden – und sie werden noch schöner als vorher! Obstbäume wurden geplanzt, man hat den Eindruck, der Tannerhof ist eingebettet in eine Obstwiese. Auch der Bereich vor dem Badehaus wurde verändert – die Teerfläche verkleinert, ein Baum gepflanzt und vielleicht sprießt bald schon das erste Grün?

Neue Gebäude oder Gebäudeteile sind entstanden. Und mit dem Wachsen der neuen Räumlichkeiten wird auch klar, wie sehr die Florian Nagler Architekten immer das Zusammenspiel von innen und außen im Blick hatten. In den Lufthüttentürmen verschmilzt drinnen und draußen. Die ursprüngliche Idee der Lufthütten stammt von der „Zurück zur Natur“-Bewegung der vorletzten Jahrhundertwende. Meine Urgroßeltern waren geprägt von diesen Gedanken und bauten gleich zu Beginn ihrer Zeit auf dem Tannerhof die kleinen Hütten am Berghang. Es ging darum, möglichst mitten in der Natur zu wohnen, den Elementen Luft und Wasser ganz nah. Mit den neuen Türmen bekommt dieser Gedanke nun eine neue Dimension und Fortentwicklung.

In der Alten Tann ist der Bezug nach draußen ein anderer. Alte Bauernhäuser hatten schon immer etwas Beschützendes, Geducktes, Gedrungenes. Dicke Mauern und kleine Fenster.  Im neu aufgebauten oberen Stockwerk fusioniert das Alte und das Neue.  Zwar gibt es jetzt mehr Glas – aber der umlaufende Laubenbalkon schafft immer wieder „Bilderrahmen“ des großen Kunstwerks da draußen.  Räume mit hohen Decken, die zum Laubenbalkon hin dann doch abfallen und einem so das Gefühl geben, sich in einem beschützenden, allen widrigen Witterungen widerstehenden Haus zu befinden. Besonders freut uns auch, dass die zwei seit Jahrzehnten unbenutzten Kachelofen – da sie eines Kamines beraubt worden waren – nun wieder neu aufgebaut und angeschlossen worden sind. So kann man sich dann im Empfang erst mal an den warmen Ofen lehnen, eine Tasse Tee trinken und langsam ankommen, im neuen alten Tannerhof.

Mit lieben Grüßen vom Endspurt

Ihre Burgi v. Mengershausen und Roger Brandes

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