Fasten schafft Klarheit

"Mensch werde wesentlich" 2016

06. Januar 2016  |  Burgi v. Mengershausen  |  0

Das neue Jahr wird für uns alle große Herausforderungen mitbringen. Im Kleinen wie im Großen. Und da tut es nur gut, mal kurz inne zu halten, runter zu fahren, Kopf und Körper eine Zäsur zu gönnen, damit sich dann wieder die Fokussierung für das Wesentliche einstellt.

Genau das passiert beim Fasten. Wie sagte ein Gast von uns? "Jede Fastenerfahrung ist für mich eine Art von Standortbestimmung". Mir geht es ganz ähnlich. Während des Fastens ist man sich wesentlich näher, die Sinne sind geschärft und so kann man sich die Fragen stellen, die im Alltag oft untergehen: "Wie geht es mir in meinem Leben? Wie geht es mir mit meinem Umfeld, meiner Familie, meinen Freunden, meinem Beruf? Gibt es Dinge, die ich gerne ändern möchte? Wie kann ich sie ändern? Was ist mir wirklich wichtig? Was ist vollkommen unwichtig? Was raubt mir wertvolle Zeit, Energie?  Wie kann ich mich sinnvoll für andere aber auch für mich einsetzen?"

Von jedem Fasten komme ich mit neuen Erkenntnissen heim. Mal sind sie ganz klein und fein, kaum wahrnehmbar. Mal sind sie wirklich groß und erhellend. Das ist das Spannende beim Fasten und genau das lässt in mir jedes Jahr die Sehnsucht nach dieser wertvollen Zeit in mir aufkeimen. 

Beim Fasten geht es also weit mehr als "nur" um das Loswerden von überflüssigen Pfunden.

Silesius' Spruch "Mensch werde wesentlich" trifft es sehr genau. Dieser Spruch steht bei uns im Bauernhaus Alte Tann auf einer Tür, vermutlich von den Urgroßeltern Christian und Barbara dort hingeschrieben. So wie er damals galt, gilt er heute umso mehr.

In diesem Sinne grüßt mit den besten Wünschen für mehr "Wesentlichkeit" Ihre Blogschreiberin vom Tannerhof....

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