Bauch und Kopf im Einklang

Ein Nachklapp zum Workshop - von Dr. Felicitas Pudwitz:

24. April 2017  |  Yvonne Aschoff  |  0

Sonntag, der 13. März 2017, 16.00 Uhr. Ein strahlend blauer Nachmittag. Ein erster Frühlingsduft zieht durch die noch winterlich kalte Luft.

Fünf Menschen treffen sich an diesem Nachmittag im „Waschhaus“, dem Seminarraum des Hotels Tannerhof, um gemeinsam an ihren Ernährungsgewohnheiten zu arbeiten. Nachdem sich alle Teilnehmer etwas besser kennengelernt haben, geht es dann auch sofort los. Die erste Aufgabe besteht darin, intuitiv ein oder mehrere Fotos auszuwählen, die für mein persönliches Ernährungsthema stehen. Mit den Bildern erstellt jeder Teilnehmer sein Flipchart und notiert sich Eigenschaften oder Attribute, die er oder sie mit den Bildern verbindet. Anschließend tauscht sich die Gruppe über die Wahl der Bilder sowie die Flipcharts aus: Warum habe ich mich für dieses oder jenes Bild entschieden? Was verbinde ich damit? Die Teilnehmer geben sich gegenseitig Feedback und erfahren, wie viele unterschiedliche Interpretationsmöglichkeiten es für ihre ausgewählten Bilder gibt. Mit den Impulsen aus der Gruppe können die eigenen Flipcharts ergänzt werden. Eine Abschlussentspannung lässt die Teilnehmer mit einem ersten guten Gefühl im Bauch in den Abend gleiten.

Am nächsten Morgen beginnen wir früh, da wir einen vollen Tag vor uns haben. Die Bilder, die sich die Teilnehmer gestern gewählt haben, geben immer wieder Impulse. Impulse, die neue Wege, neue Alterativen aufzeigen. Gefühle steigen auf und wollen betrachtet werden. Behutsam geht die Gruppe mit allem um, was da kommt. Mal ist es fröhlich oder lustig, mal ist es traurig oder nachdenklich. Alles darf sein.
Mal ist es der Kopf der logisch und analytisch arbeitet, mal ist es der Bauch, der dem Kopf wieder neue emotionale Impulse gibt. Der Wechsel zwischen der Kopfarbeit und der Baucharbeit führt schließlich zu Lösungen, zu Ideen und zu alternativen Verhaltensweisen, die gut in die jeweils individuelle Lebensplanung der Teilnehmer passen. Sie sind nicht nur im klassischen Sinne vernünftig - sie geben uns das, wonach wir kopfgesteuerte Menschen heute alle so gerne suchen: sie bereiten Freude.
Die Lösungen, die sich die Teilnehmer erarbeitet haben, stehen in keinem Ratgeber, in keinem How-to-do-irgendwas. Sie sind in höchstem Maß individuell und auf die Bedürfnisse des Menschen ausgerichtet. Und sie sind ein Weg.

Ich freue mich, dass sich die Gruppe so gut gefunden hat, dass alle Teilnehmer mit einem für sich guten Ergebnis nach Hause gehen. Wieder einmal ist mir klar geworden, wie eng das Thema Ernährung mit unseren Bedürfnissen, aber auch mit unseren Prägungen zusammenhängt. Wie sind wir groß geworden? Was gab es damals zum Frühstück? Wie oft wurden wir gefragt: Bist Du satt geworden? Und: Fleisch macht stark! Wie oft sprechen wir von Seelentröstern oder Nervennahrung - hört sich auch viel besser an als Mitleids-Kuchen oder Frust-Schokolade.
Und, auch wenn es mal nicht so gut klappt mit den Dingen, die wir uns in Hinblick auf unsere Ernährungsgewohnheiten vorgenommen haben, manchmal tut es der Selle auch gut, mal so richtig zu „schlampern“.

 

Wir vom Tannerhof bedanken uns und freuen uns, all jenen, die ähnlich wertvolle Erfahrungen in Bezug auf ihren persönlichen Dialog zwischen Kopf und Bauch machen möchten, im Herbst noch weitere Workshop-Termine bei Frau Dr. Pudwitz anbieten zu können!
Bis dahin wünschen wir einen entspannten Frühling & Sommer!

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