Verzicht mit Gewinn

Die Fastenkur mit genussvollem Wenig

17. August 2016  |  Yvonne Aschoff  |  0

„Sei mäßig in allem, atme reine Luft, treibe täglich Hautpflege und Körperübung … und heile ein kleines Weh eher durch Fasten als durch Arznei.“ Hippokrates

Wem könnten wir hier am Tannerhof mehr beipflichten als diesem großen Arzt des Altertums?
Vier Generationen Erfahrung im Heilen - nicht nur durch Fastenkuren, aber mit starkem Fokus darauf - haben immer wieder gezeigt: Das Reinigen des Körpers geht Hand in Hand mit dem Reinigen des Geistes. Die innere Einkehr kann zur Umkehr werden, wenn es um die nötige Veränderung oder Neuausrichtung des gewohnten Lebenswandels geht. Viele tiefgreifende, berührende, kleine oder große Erkenntnisse können mit dem Fasten einhergehen, erhellende Einsichten, und vor allem die Begegnung mit einer Person, die man zu sehr aus den Augen verloren hat: sich selbst.

Sinne und Wahrnehmung schärfen sich beim Fasten, die leisen Zwischentöne des Lebens finden wieder ihren wertvollen Platz. Auch wenn bestimmte Herausforderungen anstehen, mag eine Fastenkur eine stärkende Vorbereitung dafür sein.
Das “kleine Weh” bei Hippokrates ist allerdings mitunter ein großes Weh - auch die Bewältigung von Krankheit, Trauer oder einem satten Bruch im Leben mag mit dem therapeutischen Fasten leichter fallen - denn dann steht endlich wieder der Mensch im Mittelpunkt, ohne den die Heilung von innen heraus nicht passieren kann - “ICH”.

Ob nun eher der bewusste Wille zum Verzicht im Vordergrund steht, die Notwendigkeit des Heilwerdens, der Wunsch nach einem 'reset', das Bedürfnis nach einem ordentlichen Hausputz (vielleicht auch vor der zuckerintensiven Winterzeit) oder schlichtweg die Freude daran, die Pfunde purzeln zu sehen - purzeln wird ohne großes Getöse, aber deutlich wahrnehmbar, ein Teil der mitgeschleppten Lasten. Das, neben allem anderen, ist der Gewinn!

Ganz nach Hippokrates' Empfehlung werden Sie im Rahmen des Tannerhof-Fastens gebadet, gebürstet, begossen, gesalbt, umwickelt, zu Bewegung animiert oder darin begleitet und “an die frische Luft gesetzt”. Außerdem im kleinen wie im großen Weh ärztlich begleitet, liebevoll-warmherzig umsorgt und in fröhlicher, menschlicher Atmosphäre durch die Mitfastenden und die Mitarbeiter auch über ein mögliches “Fastentief” sanft hinweg getragen.

Nun gibt es mit den ersten frühen Nebelschleiern ein leises Mahnen, dass der Herbst naht. Eine Zeit, in der sich die Natur langsam in sich selbst zurückzieht, die Farben allmählich blasser werden, darin aber die kleinen Farbtupfer noch intensiver wirken. Die Natur im Herbst ist ein ganz guter Spiegel des fastenden Menschen: aller Überfluss, alles Knallige, Augenfällige, Vordergründige, alles Blingbling tritt zurück - vor der Kulisse bleibt das stehen, was wirklich leuchtet und was wirklich bedeutet. 
Der nahende Herbst und wir Tannerhöfer legen allen, die sich in die Fastenhöhen (und Erfahrungstiefen) bewegen möchten, ans Herz, sich beizeiten um das zu kümmern, was das Gemüt rund und behaglich umgibt: das Zimmer!

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