*TANNERHOF UNPLUGGED SPEZIAL*

´The Days Of Never Coming Back And Never Getting Nowhere´ von TEXTOR alias HENRIK VON HOLTUM (KONTRABASS) und HOLGER RENZ (E-GITARRE)

Zwei Stimmen, Kontrabass und E-Gitarre, das ist alles. Textor & Renz  lassen das Unnötige weg und schon entsteht ein ganz eigener Klang. Ein Klang, der das Magische in einem einzelnen Ton und in einem einfachen Satz findet und leuchten lässt. 
 

 Die beiden haben viel Johnny Cash und Hank Williams gehört, das spürt man. Aber auch die Melancholie und die Einsamkeit von Neil Young, Nick Drake oder Townes van Zandt findet sich bei Textor & Renz. Das Feine von Bill Evans, das Samtene von Dean Martin mischt sich mit dem Holzigen, Knarzigen von Marc Ribot und Willie Dixon. Das Feuerrote, das Wütende, das Dunkle…  Textor & Renz scheinen zu Hause fremd und im Fremden zu Hause zu sein, das ist seltsam… aber auch irgendwie erfrischend, fühlt sich an wie ein Kaurismäki Film. 
 
So sehr sich diese Musik beim ersten Hören auch auf elementar-amerikanische Vorbilder bezieht, Textor & Renz haben sehr wohl ihr ganz Eigenes. Beim genaueren Hinhören spürt man eine abstrakte Strenge, scheinbar eine kühle und distanzierte Herangehensweise. Und trotzdem ist da viel Emotion, aber nichts Lautes oder Plakatives. Und wenn man die beiden Cover Versionen „Willin'“ von Little Feat und „Thirteen“ von Big Star mit den Originalen vergleicht, dann beginnt man zu verstehen warum das funktioniert.  Man ahnt, dass diese Musik bei aller Einfachheit  Hingabe und Konzentration erfordert.  

  „Boom Clack“ besteht buchstäblich nur aus „Boom“ und „Clack“, aber so gesetzt, dass man mehr hört, als gespielt wird. So tief in Musik hinein zu gehen, den Tönen Zeit zu lassen, sich angreifbar zu machen, das bedarf einigem Mut, dafür muss man ganz da sein. Zwischendurch fühlt es sich an, als würde man gleichzeitig loslassen und die Luft anhalten. Henrik von Holtum und Holger Renz spielen nun seit neun Jahren zusammen. Sicher einer der Gründe, der es möglich machte, diese Produktion tatsächlich komplett live einzuspielen. In fast jedem Song blitzt ein unbearbeiteter Moment auf – man spürt und hört ihre Kommunikation, ihre Freundschaft und eben mehr als die Summe der einzelnen Teile. 
 
Technische Perfektion kann man im Studio herbei tricksen, das nicht. Trotz oder gerade wegen der Unzugehörigkeit die der Titel „The Days Of Never Coming Back And Never Getting Nowhere“ suggeriert, dieses Album ist eine tiefe, runde und in sich geschlossene Sache. 
 
Übrigens: Textor ist ein Teil der legendären Hip-Hop-Helden von  Kinderzimmer Productions. Das Album ist bei Trikont erschienen. 

Das Konzert ist das erste der Reihe TRIKONT @ TNNRHOF.

 

www.textor-renz.com

“Radikaler und minimalistischer geht Songwriting nicht. Der Rapper Textor aus Ulm, ehemals Mitglied bei Kinderzimmer Productions, singt hier mit seinem Kumpel Holger Renz auf Englisch. Für ihre dislozierten Westernballaden nehmen sie sich alle Zeit der Welt. Jeder Zupf am Kontrabass verhallt für sich allein, tiefe Noten tropfen in die endlose Weite von Stundenzwischenräumen. Blues? Vielleicht die Twangs und Claps in Boom-Clap, doch der Gesang erinnert eher an Nick Cave als an Muddy Waters und die Gitarren-Slides vibrieren langsamer, als eine Träne rollen kann. Country? Aber gänzlich ohne Fransen und Ziernähte. Selbst das mantraartige Zitat Rock’n’Roll is here to stay zwingt niemanden zu gar nichts, die acht Songs brauchen keine Genre-Heimat. Und sind damit wie gemacht für das Münchner Label Trikont, wo schon vorangegangene Platten von Textor & Renz erschienen sind. Gerade feiert man dort ein respektables Jubiläum: 50 Jahre Independent-Musik aus aller Welt.” Zeit

 

FREITAG, 25. JANUAR 2018
Einlass 20:00 Uhr  | Beginn 20:30 Uhr 
22.- € Abendkasse | 18.- € Vorverkauf 
Telefon 08023-810 oder info@tannerhof.de

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Bild: Gerald von Foris

Wann

25. 01. 2019

Wo

GROSSER SAAL

Kosten

22.- € AK | 18.- € VVK

Personen

TEXTOR & RENZ

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