Eine Fastenwoche Tag für Tag: der Ablauf am Tannerhof
Vom Entlastungstag über das ärztliche Aufnahmegespräch und die Umstellungstage bis zum Fastenbrechen und den Aufbautagen — wie eine Fastenwoche nach Buchinger am Tannerhof Schritt für Schritt verläuft.

Eine Fastenwoche nach Buchinger verläuft in klaren Phasen: Entlastungstag, ärztliches Aufnahmegespräch und Fastenstart am ersten Fastentag, Umstellungstage, mehrere Fastentage, Fastenbrechen und Aufbautage über rund ein Drittel der Fastenzeit. Im Naturhotel Tannerhof wird dieser Weg seit über 70 Jahren ärztlich begleitet.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Fastenwoche beginnt vor der Anreise mit Entlastung zu Hause und endet nicht mit dem letzten Fastentag, sondern mit dem Aufbau zurück zu festen Nahrungs- und Genussmitteln.
- Die Aufenthaltsdauer wird vor der Anreise gebucht; das ärztliche Aufnahmegespräch folgt am ersten Fastentag und stimmt den konkreten Verlauf gemeinsam mit Ihnen ab.
- Die Umstellungstage am Anfang sind die anspruchsvollsten; danach stellt sich oft ein ruhiger, getragener Rhythmus ein.
- Das Fastenbrechen zählt noch zur Fastenzeit und beginnt am Tannerhof mit dem Apfel — roh oder gedünstet, sehr bewusst gekaut.
- Für Erstfaster ist eine gute Woche eine schöne Größe: etwa sieben Fastentage plus zwei bis drei Aufbautage.
Die Fastenwoche im Überblick
Eine Fastenwoche ist kein einzelner Akt des Verzichts, sondern ein Bogen mit Anfang, Mitte und Übergang. Heilfasten nach Buchinger ist der bewusste, zeitlich begrenzte Verzicht auf feste Nahrungs- und Genussmittel — keine Nulldiät und keine primäre Abnehmmethode, sondern eine Therapiemethode, eine Reinigung auf vielen Ebenen und eine Begegnung mit sich selbst. Im Naturhotel Tannerhof gehört das Fasten zur DNA des Hauses, eingeführt von Johannes von Mengershausen und seit drei Ärztegenerationen ärztlich begleitet.
Wer den konkreten Rahmen einer Fastenwoche sehen möchte, findet ihn im Programm Body Detox; die Methode selbst ist auf der Seite zum Heilfasten nach Buchinger beschrieben. Die folgende Tabelle zeigt den Ablauf im Überblick, danach gehen wir jede Phase einzeln durch.
| Tag | Bezeichnung | Was geschieht |
|---|---|---|
| Vor Anreise | Entlastung zu Hause | Ein bis mehrere Entlastungstage, etwa als Obst-, Kartoffel-, Gemüse- oder Rohkosttag. Wie viele, entscheiden Sie selbst. |
| Anreisetag | Entlastungstag | Ein leichter Gemüseteller am Abend stimmt den Körper auf das Fasten ein. |
| 1. Fastentag | Aufnahmegespräch und Fastenstart | Erst das ärztliche Gespräch mit Anamnese, körperlicher Untersuchung inklusive Bioimpedanzanalyse und Medikamentenabgleich. Danach, wenn passend, der Fastenstart. |
| 2.–3. Tag | Umstellungstage | Der Stoffwechsel stellt um; Schwäche, Zittrigkeit oder Kopfschmerzen können vorkommen und werden begleitet. |
| Fastentage | fünf oder mehr | Tagesrhythmus aus Tee, Wasser, milder Gemüsesuppe und frisch gepresstem Saft. Je länger gefastet wird, desto tiefer die Effekte. |
| Fastenbrechen | zählt als Fastentag | Mittags eine kleine Fastersuppe, dann der Apfel — roh oder gedünstet, jeder Bissen vielfach gekaut. |
| Aufbautage | rund 1/3 der Fastenzeit | Schrittweise Gewöhnung an feste Nahrungs- und Genussmittel. |
FAQs
Eine Fastenwoche beginnt mit Entlastungstagen zu Hause und einem leichten Gemüseteller am Anreiseabend. Am ersten Fastentag folgen das ärztliche Aufnahmegespräch und der Fastenstart, danach die Umstellungstage, mehrere Fastentage im Tee-Suppe-Saft-Rhythmus, das Fastenbrechen mit dem Apfel und schließlich die Aufbautage über rund ein Drittel der Fastenzeit.
Das Aufnahmegespräch findet am ersten Fastentag nach der Anreise statt, nicht schon am Anreisetag. Es umfasst Anamnese, körperliche Untersuchung inklusive Bioimpedanzanalyse und Medikamentenabgleich sowie die Fragen nach Zielen, Lebenssituation und bisheriger Fastenerfahrung. Erst nach dem Gespräch beginnt der Fastenstart.
Glaubersalz ist ein mildes Salz, das den Darm zu Beginn des Fastens entleert und so den Fastenstart erleichtert. Es ist das klassische Werkzeug dafür, aber optional: Je nach Verträglichkeit kommen auch andere Vorgehensweisen infrage. Die Handhabung wird immer individuell im ärztlichen Aufnahmegespräch besprochen, das dem Fastenstart vorausgeht.
Wir empfehlen fünf Fastentage aufwärts. Für Erstfaster ist eine gute Woche eine schöne Größe — etwa sieben Fastentage plus zwei bis drei Aufbautage. Die Dauer wird vor der Anreise gebucht und lässt sich ab dem Aufnahmegespräch gemeinsam mit dem ärztlichen Team anpassen, typischerweise verlängern.
An den ersten zwei bis drei Fastentagen stellt der Stoffwechsel von Glucose auf Fettsäuren und Ketonörper um — der metabolische Switch setzt nach etwa 24 bis 72 Stunden ein. In dieser Phase können Schwäche, Zittrigkeit oder Kopfschmerzen vorkommen. Sie gehören zum Prozess, lassen meist von selbst nach und werden vom ärztlichen Team begleitet.
Die Fastenwoche endet mit dem Fastenbrechen und den Aufbautagen. Das Fastenbrechen beginnt mit dem Apfel, roh oder gedünstet und bewusst gekaut. Über rund ein Drittel der Fastenzeit kehren feste Nahrungs- und Genussmittel schrittweise zurück. Im ärztlichen Abschlussgespräch wird die Ernährung für den Alltag danach besprochen.
Quellen
- Ärztegesellschaft Heilfasten und Ernährung e. V.: Leitlinien zur Fastentherapie (Konsensus-Leitlinien, Update der Fassung von 2002).
- de Cabo R., Mattson M. P.: Effects of Intermittent Fasting on Health, Aging, and Disease, New England Journal of Medicine, 2019.
- Wilhelmi de Toledo F. et al.: Safety, health improvement and well-being during a 4 to 21-day fasting period in an observational study including 1422 subjects, PLOS One, 2019.
- Hauseigene Quelle: Naturhotel Tannerhof, Die Buchinger-Methode und Body Detox.
Hinweis
Dieser Artikel beschreibt die Haltung und Praxis des Naturhotels Tannerhof zum Ablauf einer Fastenwoche nach Buchinger. Er ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung. Eine telefonische ärztliche Vorberatung ist auf Anfrage möglich.









