Heilfasten und Nebenwirkungen: die Umstellungstage verstehen
Was in den ersten Fastentagen im Körper geschieht, welche Begleiterscheinungen auftreten können und wie ärztliche Begleitung am Tannerhof sie auffängt — sachlich und belegt.

In den ersten Fastentagen stellt der Körper den Stoffwechsel um. Dabei können Begleiterscheinungen auftreten: Schwäche, Zittrigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen oder Frieren, seltener eine ausgeprägtere Fastenkrise. Unter ärztlicher Begleitung sind diese Erscheinungen mild und vorübergehend; am Naturhotel Tannerhof werden sie aufgefangen und der Verlauf individuell angepasst.
Das Wichtigste in Kürze
- Begleiterscheinungen wie Schwäche, Zittrigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen oder Frieren gehören zu den Umstellungstagen, in denen der Stoffwechsel auf Fettverbrennung wechselt.
- In der großen PLOS-One-Untersuchung von 2019 an über 1.400 ärztlich begleiteten Fastenden traten unerwünschte Wirkungen bei weniger als einem Prozent auf; die milden Begleiterscheinungen zeigten sich vor allem in den ersten Tagen und klangen von selbst oder mit einfachen Mitteln ab.
- Eine ausgeprägtere Fastenkrise ist die Ausnahme und lässt sich unter ärztlicher Begleitung früh erkennen und auffangen.
- Bewährte Mittel sind ein grüner Tee mit Honig, ausreichend Flüssigkeit und Wärme; das ärztliche Team passt Tempo, Dauer und Begleitung individuell an.
- Am Tannerhof wird Heilfasten immer ärztlich begleitet; bei Unsicherheit ist vor der Anreise auf Anfrage eine telefonische ärztliche Vorberatung möglich.
Was in den Umstellungstagen geschieht
Heilfasten nach Buchinger ist der bewusste, zeitlich begrenzte Verzicht auf feste Nahrungs- und Genussmittel. Sobald die schnell verfügbaren Kohlenhydratspeicher zurückgehen, stellt der Stoffwechsel innerhalb der ersten Tage von Glucose auf Fettsäuren und Ketonkörper um. Genau in dieser Übergangsphase, am zweiten und dritten Fastentag, können vorübergehende Begleiterscheinungen auftreten — der Körper organisiert seine Energieversorgung neu, und das ist für einige Tage spürbar.
Diese Begleiterscheinungen sind ein bekannter und gut beschriebener Teil des Fastens. Für Gäste, die ein ärztlich begleitetes Fastenprogramm in Ruhe ansehen möchten, ist Body Detox die passende Programmseite; die Methodik selbst steht auf der Seite zum Heilfasten nach Buchinger. Im Folgenden steht zunächst, was in den Umstellungstagen auftreten kann, und danach, wie die ärztliche Begleitung am Tannerhof diese Phase trägt.
Zur Einordnung der Häufigkeit hilft die Datenlage. Die große Beobachtungsstudie von Wilhelmi de Toledo und Kolleginnen, 2019 in PLOS One veröffentlicht, hat mehr als 1.400 Menschen über Fastenperioden von vier bis einundzwanzig Tagen nach der Buchinger-Methode begleitet. Unter dieser täglichen klinischen Begleitung traten unerwünschte Wirkungen bei weniger als einem Prozent der Teilnehmenden auf, und schwere oder dauerhafte Ereignisse blieben aus. Die milderen Begleiterscheinungen zeigten sich vor allem in den ersten Fastentagen und klangen von selbst oder mit einfachen Mitteln wieder ab. Diese Studie und die bei der Ärztegesellschaft Heilfasten und Ernährung (ÄGHE) einsehbaren Leitlinien zur Fastentherapie tragen die folgenden Abschnitte.
Mögliche Begleiterscheinungen im Überblick
In den Umstellungstagen können vor allem Erscheinungen auftreten, die mit dem kurzzeitig schwankenden Blutzucker und der Stoffwechselumstellung zusammenhängen. In der PLOS-One-Untersuchung gehörten leichte Schlafveränderungen zu den am häufigsten genannten Beobachtungen, gefolgt von Kopfschmerzen, Muskelbeschwerden und vorübergehend niedrigem Blutzucker — durchweg als geringgradig und vorübergehend beschrieben. Typisch für die Umstellungstage sind:
- Schwäche und Müdigkeit, weil der Körper seine Energiegewinnung umstellt.
- Zittrigkeit und ein Gefühl der inneren Unruhe bei kurzzeitig niedrigem Blutzucker.
- Übelkeit, meist mild und vorübergehend.
- Kopfschmerzen, häufig in den ersten ein bis zwei Tagen.
- Frieren, weil der ruhende Stoffwechsel weniger Wärme erzeugt.
- Leichte Schlafveränderungen, oft bei insgesamt leichterem Schlaf.
Diese Erscheinungen sind in aller Regel harmlos und gehören zum Übergang. In der Untersuchung verschwanden sie spontan oder mit einfachen, natürlichen Mitteln, ohne dass das Fasten unterbrochen werden musste. Auch die ÄGHE beschreibt, dass auf mögliche anfängliche Befindlichkeitsstörungen meist eine Phase des Wohlbefindens und einer Stimmungsaufhellung folgt — die Umstellung ist ein Durchgang, kein Dauerzustand.
Die Fastenkrise sachlich erklärt
Mit dem Begriff Fastenkrise ist eine ausgeprägtere Häufung der Umstellungserscheinungen gemeint, etwa wenn Kopfschmerzen, Schwäche, Übelkeit oder Kreislaufschwankungen zusammenkommen und deutlicher spürbar werden. Sie tritt typischerweise in der frühen Umstellungsphase auf und ist Ausdruck desselben Übergangs, nur kräftiger. Häufig spielt dabei der Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt eine Rolle, ebenso ein zu schneller Start ohne ausreichende Entlastung im Vorfeld.
Unter ärztlicher Begleitung ist eine ausgeprägte Fastenkrise die Ausnahme. Das günstige Sicherheitsprofil der PLOS-One-Untersuchung — unerwünschte Wirkungen bei weniger als einem Prozent, keine schweren oder dauerhaften Ereignisse — beruht gerade darauf, dass Menschen vorab geklärt und während des Fastens täglich begleitet wurden. Genau hier liegt der Wert der Begleitung: Veränderungen werden früh bemerkt, und das Tempo lässt sich anpassen, bevor aus einer Begleiterscheinung mehr wird.
Wie die ärztliche Begleitung die Umstellung auffängt
Im Naturhotel Tannerhof wird Heilfasten immer ärztlich begleitet — das ist die Haltung des Hauses, gewachsen über drei Ärztegenerationen. Die Ärzte am Tannerhof sind Experten im Fasten, und gerade die Umstellungstage sind die Phase, in der diese Erfahrung trägt. Wo in diesem Text eine medizinische Aussage steht, ist sie entweder durch die Leitlinien und Studien zur Fastentherapie belegt, die bei der ÄGHE einsehbar sind, oder sie beschreibt die ärztlich begleitete Praxis am Tannerhof.
Vieles lässt sich mit einfachen, bewährten Mitteln auffangen. Ein grüner Tee mit Honig gleicht ein kurzzeitiges Tief im Blutzucker aus, ohne den Fastencharakter zu verlassen — ein Löffel Honig oder ein Espresso ist als kleines Zugeständnis ausdrücklich erlaubt. Dazu gehören:
- Grüner Tee mit Honig zum Überbrücken eines Tiefs.
- Reichlich Flüssigkeit, rund drei Liter am Tag, als Fastertee, Mineralwasser, Zitronenwasser oder heißes Ingwerwasser.
- Wärme gegen das Frieren — Bademantel und Wärmflasche gehören am Tannerhof zur Grundausstattung auf dem Zimmer.
- Ein Basenpräparat bei Bedarf, gegen saure Stoffwechselprodukte und Harnsäurekristalle.
- Maßvolle Bewegung und Ruhe im richtigen Verhältnis, abgestimmt auf den Tag.
- Anpassung von Tempo und Dauer durch das ärztliche Team, wo es sinnvoll ist.
Die ärztlichen Termine bilden dabei einen ruhigen Bogen. Am Anfang steht das Aufnahmegespräch am ersten Fastentag, holistisch angelegt mit Anamnese, körperlicher Untersuchung inklusive Bioimpedanzanalyse zur Messung der Körperzusammensetzung und Medikamentenabgleich — und darüber hinaus den Fragen, warum Sie fasten, was gerade in Ihrem Leben geschieht und welche bisherige Fastenerfahrung Sie mitbringen. Die Aufenthaltsdauer ist vor der Anreise gebucht; ab dem Aufnahmegespräch lassen sich Ablauf und Begleitung gemeinsam mit dem ärztlichen Team abstimmen und bei Bedarf anpassen. Bei Bedarf folgt ein Zwischengespräch, und am Ende steht ein Abschlussgespräch zur Evaluation der Veränderung. Jeder Mensch ist anders, und das Individuum steht im Zentrum.

Warum gute Vorbereitung die Umstellung sanfter macht
Die Umstellungstage lassen sich abfedern, bevor sie beginnen. Eine Fastenwoche startet nicht erst mit der ersten Suppe: Vor der Anreise empfehlen die Ärzte am Tannerhof einen oder mehrere Entlastungstage zu Hause, etwa als Obst-, Kartoffel-, Gemüse- oder Rohkosttag. Wie viele es sind, entscheidet der Gast. Dieser sanfte Anlauf gibt dem Stoffwechsel Zeit, sich auf den Verzicht einzustellen, und nimmt dem Übergang einen Teil seiner Wucht.
Auch im Haus selbst ist der Rahmen auf die Umstellung ausgelegt. Die begleitenden Anwendungen sind bewusst breit und direkt auf das Fasten zugeschnitten. Dazu zählen die ärztliche Anamnese und Untersuchung, die ärztliche Folgeberatung und das Abschlussgespräch, die Bioimpedanzanalyse und je nach Programm das IHHT-Höhentraining, der Kneipp'sche Wechselguss und magnesiumreiche Entschlackungsbäder, der leberunterstützende Heublumenwickel, Aromawickel sowie Moor- und Warmpackungen, die Fastenmassage, die Entschlackungsmassage mit Königsöl oder die Azidosemassage, Lymphdrainage und Fußreflexzonenmassage, Atemtherapie und Saunagänge. Manche dieser Anwendungen wärmen und entspannen gerade in den Umstellungstagen, andere unterstützen den Stoffwechsel. Für die mentale Seite begleiten psychotherapeutisches Coaching, Naturcoaching, Business- und Kommunikationscoaching sowie Kunsttherapie.
Bewegung bleibt Teil des Fastens, nur maßvoll dosiert: moderates Grundlagenausdauertraining und moderates Krafttraining, eine Wanderung oder ein Saunagang in einem Tempo, das zum Fasten passt. Gipfeltouren und Laufen sind möglich, nur langsamer als im essenden Alltag — der Körper nährt sich von innen. Die Fastergäste nehmen ihre Mahlzeiten in der Fasterstube ein, dem eigenen Esszimmer für Fastengäste, und Fastenerfahrung ist am Haus in allen Abteilungen verankert, von der Rezeption über das Restaurant bis zu den Behandlern. So wird die Umstellung nicht zu einer Hürde, die man allein nimmt, sondern zu einer Phase, die getragen wird.

Was nach der Umstellung kommt
Nach den Umstellungstagen verändert sich das Erleben oft deutlich. Viele Fastende berichten von einer wachsenden Leichtigkeit, einem klareren Kopf und besserem Wohlbefinden — in der PLOS-One-Untersuchung stieg das körperliche und emotionale Wohlbefinden in allen Gruppen an, und über neunzig Prozent der Teilnehmenden erlebten während des Fastens kein Hungergefühl. Manche Menschen erleben eine Fastereuphorie durch den veränderten Serotonin-Stoffwechsel, individuell unterschiedlich ausgeprägt. Häufig verringert sich der Schlafbedarf bei gleichzeitig leichterem Schlaf.
So gehört der Übergang zum Ganzen. Heilfasten nach Buchinger ist mehr als eine Diät und keine primäre Abnehmmethode — es ist Therapiemethode, Reinigung auf vielen Ebenen und eine Begegnung mit sich selbst. Der Körper arbeitet dabei auf zwei Ebenen gleichzeitig: Er stellt auf Fettverbrennung um, und er beginnt die Autophagie, körpereigene Recycling- und Reinigungsprozesse auf Zellebene. Die Umstellungstage sind der Eingang in diese Wirkung, nicht ihr Preis. Über allem liegt der Ort: Bayrischzell, die Almwiese, der Bergbach, klare und reine Bergluft und der Blick zum Wendelstein. Mein Versteck in den Bergen ist der ruhige Rahmen, in dem das Fasten und die ärztliche Begleitung einander potenzieren.
Wer den konkreten Rahmen ansehen und online buchen möchte, findet ihn im Programm Body Detox. Bei Unsicherheit vor der Anreise — etwa bei einer chronischen Erkrankung oder laufender Medikation — lässt sich auf Anfrage eine telefonische ärztliche Vorberatung vereinbaren. Eine Übersicht über das Heilfasten und die Schlanke Tanne Low Carb, die hauseigene Low-Carb-Kostform, gibt der Hub Heilfasten und Schlanke Tanne.
FAQs
In den Umstellungstagen, meist am zweiten und dritten Fastentag, können Schwäche, Zittrigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen, Frieren und leichte Schlafveränderungen auftreten, weil der Stoffwechsel auf Fettverbrennung umstellt. In der PLOS-One-Untersuchung von 2019 an über 1.400 ärztlich begleiteten Fastenden traten unerwünschte Wirkungen bei weniger als einem Prozent auf; die milden Begleiterscheinungen klangen von selbst oder mit einfachen Mitteln ab.
Als Fastenkrise wird eine ausgeprägtere Häufung der Umstellungserscheinungen bezeichnet, etwa wenn Kopfschmerzen, Schwäche, Übelkeit oder Kreislaufschwankungen deutlicher zusammenkommen. Sie tritt meist in der frühen Umstellungsphase auf. Unter ärztlicher Begleitung lässt sie sich früh erkennen und auffangen und bleibt die Ausnahme.
Bewährt sind ein grüner Tee mit Honig, um ein kurzzeitiges Tief im Blutzucker auszugleichen, ausreichend Flüssigkeit von rund drei Litern am Tag und Wärme gegen das Frieren. Am Tannerhof passt das ärztliche Team zudem Tempo, Dauer und Begleitung individuell an, und ein Löffel Honig oder ein Espresso ist als kleines Zugeständnis erlaubt.
Die Begleiterscheinungen gehören vor allem zu den ersten Fastentagen, der Umstellungsphase. In der PLOS-One-Untersuchung zeigten sie sich überwiegend zu Beginn und klangen dann ab. Nach der Umstellung berichten viele Fastende von wachsender Leichtigkeit und steigendem Wohlbefinden.
Unter fachlicher Begleitung gilt Buchinger-Fasten als sicher und gut verträglich. In der PLOS-One-Untersuchung an über 1.400 Fastenden traten unerwünschte Wirkungen bei weniger als einem Prozent auf, sofern die bekannten Gegenanzeigen vorab ausgeschlossen waren. Am Tannerhof wird Heilfasten immer ärztlich begleitet, und die tägliche Begleitung trägt gerade die Umstellungstage.
Ja. Im Fasten verändert sich der Stoffwechsel, und viele Medikamente müssen dann ärztlich angepasst werden. Wer Medikamente einnimmt, sollte deshalb nicht ohne ärztliche Begleitung fasten. Am Tannerhof ist auf Anfrage vor der Anreise eine telefonische ärztliche Vorberatung möglich; die ausführliche Klärung folgt im Aufnahmegespräch am ersten Fastentag.
Quellen
- Wilhelmi de Toledo F., Grundler F., Bergouignan A., Drinda S., Michalsen A.: Safety, health improvement and well-being during a 4 to 21-day fasting period in an observational study including 1422 subjects, PLOS One, 2019.
- Ärztegesellschaft Heilfasten und Ernährung e. V.: Leitlinien zur Fastentherapie (veröffentlicht in Forschende Komplementärmedizin und Klassische Naturheilkunde, Karger, 2002; Update 2013).
- Ärztegesellschaft Heilfasten und Ernährung e. V.: Häufige Fragen zum Heilfasten.
- Hauseigene Quellen: Naturhotel Tannerhof, Body Detox und Die Buchinger-Methode.
Gesundheitsprogramme am Tannerhof
Body Detox Heilfasten
Mental Resilience
Longevity
Immune Booster
Aesthetics
"Ich fühle jene Leichtigkeit, die ich lange vermisst habe"
ELLE Magazine









